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Mein erstes Mal – Gesangsunterricht geben

1stGesangsunterricht

Ich hatte heute mein erstes Mal. Und zwar habe ich heute zum ersten Mal Gesangsunterricht gegeben. Da das für mich auch eine völlig neue Erfahrung war, möchte ich euch davon berichten. Wie es dazu gekommen ist, wie ich mich darauf vorbereitet habe & alles weitere, erfahrt ihr jetzt.

Wie ist es dazu gekommen?

Im September schrieb mich Katja an. Sie erzählte mir, dass sie mein “Hello”-Cover von Adele gehört hat, es so schön fand und selber auch großer Adele-Fan sei. Direkt im nächsten Satz fragte sie mich, ob ich ihr nicht Gesangsunterricht geben könnte. Um muss ehrlich sagen, hab ich echt darüber nachdenken müssen. Ich hab zwar auf dem Gymnasium damals bei so einer Talent-Show das Coaching für die Sänger übernommen, aber so richtig ernsthaften Gesangsunterricht habe ich seither nicht gegeben. Erstmal hab ich also darüber nachgedacht, ob ich das überhaupt kann und ob ich ihr bei den Dingen, die sie bessern möchte, überhaupt helfen kann. Nachdem ich mir also den Kopf zerbrochen hatte, hab ich ihr dann einfach zugesagt. Schließlich muss man ja auch mal aus seiner Komfortzone raus. Dass der Gesangsunterricht dann jetzt erst im Januar stattgefunden hat, lag übrigens einfach daran, dass Katja eine sehr lange Zeit krank geschrieben war. Deswegen konnten wir jetzt erst den Termin finden.

Wie hast du dich vorbereitet?

Direkt nachdem ich Katja zugesagt hatte, dachte ich mir nur “Oh Gott, Laura, worauf hast du dich nur eingelassen? Du könntest kläglich versagen.” Und dann ging ein paar Wochen vor dem heutigen Termin die Vorbereitung los. Ich erinnerte mich an meine ersten Gesangsstunden und meine Jahre bei der Logopädie. Ich schrieb die Dinge auf, die mir immer sehr gut gefallen haben und die mich vor allem echt weiter gebracht haben. Natürlich musste ich das Ganze aber auch an Katja anpassen, was das ganze schon komplizierter machte, denn jeder Mensch ist anders, hat andere Baustellen und muss deswegen auch anders an sich arbeiten. Als ich mir dann einen groben Plan geschrieben habe, wie ich den Unterricht aufbauen möchte, hab ich ihn mit Inhalten gefüllt. Dazu nun mehr.

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Wie ist der Unterricht abgelaufen?

“Hallo Katja, komm rein.”, so ging das los. Natürlich hatte ich schon eine Karaffe mit Wasser vorbereitet, denn die Stimmbänder mögen das ja ganz gerne. Nach kurzem Smalltalk starteten wir. Es ging los mit ein paar Aufwärmübungen für Körper, Hals und Stimme. Da musste jeder erstmal über seinen Schatten springen. Ihr waren manche Übungen zu Anfang echt peinlich, jedoch hab ich sie ermutigt, sich einfach zu entspannen und alles um sie herum zu vergessen. Wer die Doku gesehen hat, die letztes Jahr über mich gedreht wurde, versteht die Problematik, denn Gesangsübungen sehen manchmal echt bescheuert aus. Wer die Doku nicht gesehen hat, schaut unbedingt nochmal rein. Nach dem Einsingen starteten wir dann mit einem Song. Da Katja so ein riesiger Adele-Fan ist und ich dem Wunsch, einen Song von ihr zu singen, nachgehen wollte, habe ich mich für “Skyfall” von Adele entschieden. Einfach und allein aus dem Grund, weil er in meinen Augen nicht so hoch ist und man an ihm viele von Katjas Problemchen ganz gut wegtrainieren kann. Achja, und natürlich, weil ich den Song einfach schön finde. Wir sind dann step by step an den Song rangegangen und haben an einzelnen Stellen gearbeitet. Ratzfatz war dann auch die Stunde rum, aber ich muss sagen, dass ich echt zufrieden war. Vor allem, weil man am Ende der Stunde einen Fortschritt zum Beginn feststellen konnte.

Wirst du zukünftig öfter Gesangsunterricht geben?

Ich sag’s mal so, ich werde es nicht offiziell ausschreiben. Schließlich fokussiere ich mich auf meine eigene Musik. Aber wenn ich ab und an mal ein paar einzelne SchülerInnen hätte, wäre das denke ich völlig in Ordnung. Solange das zeitlich noch passt, bin ich nicht abgeneigt. Was ich mir aber tatsächlich nicht vorstellen kann, ist, wie in einer Musikschule zu unterrichten. So jeden Tag Unterricht geben, wäre nichts für mich. Aber so zwischendurch – warum nicht.

Gefühle & Emotionen zu dieser Erfahrung?

Total gemischte Gefühle. Zu Beginn hatte ich echt Angst irgendwie. Schließlich ist es schon eine Herausforderung, jemandem etwas beizubringen, was man selber als selbstverständlich ansieht. Außerdem habe ich ja damals auch ganz andere Dinge gelernt, bzw. Dinge gelernt, die auf meine Person zugeschustert waren und auf meine Baustellen abzielten. Deswegen musste ich erstmal umdenken und habe versucht, bestimmte Tipps abzuleiten und speziell auf Katja einzugehen. Und dann kam direkt das nächste Gefühl. Erleichterung. Erleichert war ich, als ich merkte, dass mein wirres Gerede bei ihr ankommt und sie meine Tipps und Tricks versuchte, anzuwenden. Am Ende haben wir einen Fortschritt bemerkt und ich denke, dass ist für die erste Stunde schon echt super. Ich bin auf jeden fall zufrieden und war natürlich noch zufriedener, als sie sagte, dass es ihr gefallen hat und sie wiederkommen möchte.




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  Laura Diederich  /    19. January 2017  /   Allgemein, HOME  /   0 Comments

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